Der Berufswahltest

Psychologische Tests wie der Berufswahltest sind im Bereich der Berufs- oder auch Studienwahl gängig und recht beliebt. Das Verfahren erscheint auf den ersten Blick sehr einfach: Man absolviert den Test und erhält ein Ergebnis, das das Berufsziel oder den richtigen Studiengang definiert. Vor allem Schüler sind es ohnehin gewohnt, nach standardisierten Kriterien bewertet zu werden und übersehen deshalb oft wichtige Aspekte, die die Aussagekraft derartiger Tests reduzieren.

Was der Berufsfindungstest leisten kann …

Der Berufswahltest erfasst ein oder mehrere psychologische Merkmale über standardisierte Messverfahren. Anhand der Fragen wird stichprobenartig das Verhalten in bestimmten Situationen getestet, hervorgerufen werden die jeweiligen Reaktionen durch die im Test festgelegten Bedingungen. Ziel dieser und anderer psychologischer Tests ist es, eine quantitative Aussage zur Ausprägung eines Merkmals zu machen oder auch etwas über die Qualität oder das Vorhandensein eines bestimmten Merkmals zu sagen. Hier stößt der Berufswahltest bereits an seine Grenzen, denn was er nicht leisten kann ist die Klärung der Frage: „Was will ich wirklich?

… und was er nicht leisten kann

Gerade die Standardisierung psychologischer Tests stellt eine starke Begrenzung dar. Im Gegensatz dazu geht ein guter Berater oder Coach ganz ohne Standards, das heißt ohne feste Vorgaben oder Vorurteile, in ein Beratungsgespräch. Die Fragestellung ist nicht standardisiert, sondern situativ. So werden besagte Merkmale vom Coach wahrgenommen und gleichzeitig dem Klienten ins Bewusstsein gerückt. Das Ergebnis ist ein Maß an Selbsterkenntnis, das ein Test keinesfalls leisten kann. Aus dieser Selbsterkenntnis heraus werden am Institut zur Berufswahl im Einzelcoaching oder im Workshop die individuelle Berufswahl oder auch Studienwahl herausgearbeitet.